Illustration zur Energiewende in Südkorea: Windräder, Solaranlagen und Wasserstoffspeicher prägen eine grüne Stadtlandschaft. Im Vordergrund fahren Elektroautos an Ladestationen vorbei. Über der Stadt schwebt eine stilisierte Landkarte Südkoreas als Symbol für die nationale Klimaschutzstrategie

Worum geht’s?

Südkorea stellt sich als Vorreiter der grünen Wirtschaft auf. Die Regierung hat ein ehrgeiziges Transformationsprogramm präsentiert, das die Volkswirtschaft bis 2035 grundlegend umgestalten soll – weg von fossilen Energieträgern, hin zu erneuerbaren Technologien und grüner Industrie. Der Gesamtrahmen umfasst laut Regierungsquellen mindestens eine Billionen Won, umgerechnet etwa 668 Milliarden Euro. Davon entfallen etwa 200 Milliarden Won auf direkte Staatsausgaben, der Rest soll durch Klimafinanzierungen und private Investitionen mobilisiert werden.

Hintergrund & Einordnung

Die südkoreanische Energiewende zielt darauf ab, mehrere Sektoren gleichzeitig zu transformieren. Im Stromsektor strebt das Land eine installierte Kapazität von 100 Gigawatt aus erneuerbaren Quellen bis 2030 an – eine erhebliche Ausbauleistung. Solar- und Windkraft bilden dabei das Rückgrat, ergänzt durch kleinere modulare Kernreaktoren. Parallel dazu soll der Verkehrssektor dekarbonisiert werden: Elektro- und Wasserstofffahrzeuge sollen den Markt bei Neuverkäufen bis 2035 mit über 70 Prozent dominieren.

Darüber hinaus konzentriert sich die Strategie auf Schlüsseltechnologien der grünen Wirtschaft. Geplant sind Investitionen in grünen Stahl, Batteriespeicher und Wasserstoffproduktion – Bereiche, in denen Südkorea auch international konkurrenzfähig werden möchte. Private Unternehmen werden in diesen Prozess eingebunden und sollen Projekte im Umfang von etwa 220 Milliarden Won umsetzen. Dies zeigt, dass die Regierung nicht allein auf staatliche Lenkung setzt, sondern marktgetriebene Dynamiken nutzen will.

Was bedeutet das?

  • Globale Positionierung: Südkorea versucht, sich als Innovationszentrum für grüne Technologien zu etablieren und damit neue internationale Märkte zu erschließen – ähnlich wie es in der Vergangenheit mit Halbleitern und Elektromobilität gelungen ist.
  • Emissionsreduktion: Eine erfolgreiche Umsetzung würde die CO2-Bilanz des Landes erheblich verbessern und den Kohleausstieg vorantreiben, der mit dieser Initiative verknüpft ist.
  • Arbeitsmarkt: Grüne Industriebereiche sollen massiv neue Beschäftigung schaffen – ein wirtschaftliches Hoffnungssignal angesichts demografischer Herausforderungen.
  • Generationenperspektive: Eine solch großflächige Transformation adressiert Generationengerechtigkeit: Jüngere Kohorten profitieren von niedrigeren Emissionen und modernen Industrien, tragen aber auch die Umstellungslasten mit.

Quellen

Seoul – Südkorea will an die Spitze der weltweiten grünen Wirtschaft: Milliarden-Investitionen in Energiewende und Klimaschutz geplant (dlf.de)

Südkorea: Milliardenschwere Initiative für Energiewende und Klimaschutz (handelsblatt.com)

Ministry of Commerce, Energy and Employment (South Korea) (mcee.go.kr)

Korea to invest 1,000 trillion won in green transition over next decade (sedaily.com)

South Korea announces 1,000 trillion won investment plan for green economy transition (chosun.com)

South Korea sets out 2026 energy transition plan (argusmedia.com)

South Korea announces 747 billion energy transition plan through 2035 (esgnews.com)

Dieser Artikel wurde mit KI erstellt und basiert auf den angegebenen Quellen sowie den Trainingsdaten des Sprachmodells.